| AKTUELL |
Der Arbeitskreis für Kulturelles Geschehen in Oberrad unter der Federführung des Bürgervereins tagt am Mittwoch, den 27. Oktober 2011 um 20 Uhr im Gasthaus Hirsch. Auch dieses Treffen ist der Verschönerung des Buchrainplatzes durch ein Denkmal gewidmet.
Weitere Verschönerung des Buchrainplatzes
Liebe Oberräderin, lieber Oberräder!
Konkret: Eine neue Idee,
nämlich eine weitere Verschönerung
des Buchrainplatzes.
Die Idee ist mir zugetragen worden.
Ein weltweit bekannter Maler, Graphiker und bildender Künstler, Bernhard Jäger, ansässig in Oberrad denkt daran, auf den Buchrainplatz einen Bücherschrank zu setzen, eingerahmt von einer stählernen Konstruktion. Ein anderer Vorschlag ist mir genannt worden, nämlich eine typische Figur der einstigen Oberräder Gärtnerfrau als Bronzefigur – oder aus anderem Werkstoff – zu setzen. Eine solche wäre ein Gegenpart zu der historischen Gärtnerpumpe.
Warum sollte nicht auch ein ganz anderer Vorschlag als Grundlage einer Überlegung dienen?
Auf jeden Fall sollte es nicht der Vorstellung eines Einzelnen sein, sondern schon die Meinung Vieler entsprechen, wenn der Dalles eine zusätzliche bleibende Verschönerung, bzw. Aufwertung erfahren würde.
Es besteht die Möglichkeit, dass auf diesem Weg etwas Konstruktives entstehen und von der Mehrheit der Oberräder auch angenommen werden kann.
Anzusprechende Personen zu diesem Vorhaben sind:
Eugen Müller (069 - 65 22 91) oder Horst Nopens (069 - 65 30 38 85), Bürgerverein Oberrad e.V..
Mit freundlichen Grüßen
Horst Nopens
Der Bürgerverein Oberrad Beginnt ein neues Kapitel Oberräder Kulturgeschehens und Oberräder Tradition:
Frankfurter Mundarttheater Im Gärtnerdorf Oberrad
Eine bleibende Einrichtung, die erstmalig am 16. April 2011 Wirklichkeit wurde. Im Depot am Buchrainplatz kam das heitere Theaterspiel in Frankfurter Mundart
Fraa Aja un de Grie Soß‘
zur Aufführung. Auch der allerletzte Stuhl des vollbesetzten Saales ist von den Oberrädern und Gästen aus Frankfurt und der näheren Umgebung besetzt worden.
Dankbarer Applaus war nicht nur Lohn für die (fast) ausschließlich Oberräder Laiendarsteller, sondern zwingende Aufforderung, das Stück im Oktober dieses Jahres nochmals zur Aufführung zu bringen.
Der Autor des Stückes, Horst Nopens, hat eine Überraschung bereit, nämlich, die Spieldauer des Einakters wird nicht nur eine halbe Stunde, sondern abendfüllend sein.
Das Stück hat dann nicht nur drei sondern sechs Darsteller und aus dem Einakter ist ein Theaterspiel in 3 Akten geworden.
Ein erstmaliges Vorhaben nimmt seinen Fortgang und der Anfang einer jährlich wiederkehrenden Tradition ist gemacht.
Der Bürgerverein trauert um die Oberräderin des Jahres 2002, die am 18. Januar 2011 im Alter von 94 Jahren gestorben ist.
Ein Leben für den Sport und ein Herz für die Menschen, schreibt Horst Nopens, 1. Vorsitzender des BVO in seinem Nachruf.
Der Bürgerverein sagt D A N K E an alle Geschäfts- und Privateleute, die anläßlich unserer Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier am 27. November 2010 für unsere Tombola gespendet haben. Aus dem Erlös wurden 250 € zur Unterstützung der Oberräderin des Jahres 2010 für soziale Zwecke gespendet.
Die Spender im Einzelnen: Brunnen-Apotheke - Hortus-Apotheke - Bäckerei Eifler - Blumen Bartsch - Blumenland Scondo - Café Kling - Kosmetikstudio Buck - Da Trevi Pizzeria - Eiscafé La dolce vita - Fahrschule Müller-Dörnfeld - Frankfurter Sparkasse - Gasthof Zum Hirsch - Gentes & Heinz - Hypoxistudio Oberrad - Juchems - Metzgerei Krämer - Oliver Münning Optiker - Profi Getränkesshop - Thilo Ramm - Reformhaus Bartels-Fink - Röver Reinigung - Schecker Gärtnerei - Schlappeflicker - Schreibwaren Rühl - Schuh-Mayer - Tigerpalast - Tommis Lottoladen - Villa Bonn - Volksbank - Waldhotel Braun - Weinhandlung M. Wiegand - Weinkeller Horst Vetter - Wilde Hilde - Andrea Dörnemann - Kurt Bambach - Heidi Gast - Fam. Happ - Sigrid Jung - Peter Jurasz - Marlene Karrie - Horst Koch - Fam. Mauer - Fam. Metzner - Horst Nopens - Irene Sippelius - Rolf Schmitz - Helmut Tschampa - Fam. Weiß - Ingrid Wittenberg
Bericht von der Jahresabschlussfeier
Wie angekündigt hat unsere Jahresabschlussfeier, die gleichzeitig unsere Weihnachtsfeier war, am 27. November 2010 im Saal der Erlösergemeinde stattgefunden. Pünktlich um 19.00 Uhr hatte sie begonnen und auch der letzte Stuhl war besetzt. Wir waren überrascht über den tollen Zuspruch und wir wären in Verlegenheit gekommen, weitere Gäste Willkommen zu heißen. – Wir hätten keinen freien Tisch und keinen Stuhl mehr anbieten können.
Natürlich war man gespannt auf die Begrüßungsrede unseres neuen Vorsitzenden, Er brachte seine Begrüßung in großer Ausführlichkeit, ohne langweilig zu wirken. Horst Nopens begrüßte unsere vielen Ehrengäste und natürlich unsere neue Oberräderin des Jahres 2010.
Ausführlich ging er auf das lange herbei gewünschte Projekt „Neugestaltung des Buchrainplatzes“ ein, mit all seinen Folgen während der 14 Monate dauernden Bauzeit. Er sprach von den zu erwartenden Problemen der Oberräder Gewerbetreibenden und dass jetzt Gemeinsinn von den Bürgern Oberrads gefordert sei.
Als Zeichen der Verbundenheit der Oberräder Geschäftswelt mit dem Bürgerverein, so waren seine eindringlichen Worte, war die üppige und hochwertige Ausstattung der diesjährigen Tombola. Hoffentlich - das war sein Appell – denken auch die Bürger daran und danken es den Gewerbetreibenden.

Nach seiner Begrüßung folgte die Ehrung der Oberräderin des Jahres, Frau Christa Giar. Die Laudatio verlas ebenfalls unser Vorsitzender mit launigen und ausführlichen Worten. Da diese recht aufschlussreich war, ist sie in ganzem Umfang dieser Schilderung als Anhang beigefügt.
Die Wahl und Auszeichnung eines/er Bürger/in des Jahres von Oberrad ist mittlerweile zur Tradition geworden, die seit 20 Jahren gepflegt wird. Die Vorgänger der in diesem Jahr Ausgezeichneten waren – soweit es ihnen möglich war, als Gäste anwesend. Es waren Frau Dr. Helene Babski, Frau Wilhelmine Bigall, genannt Minni und Rolf Müller. Andere haben sich aus Krankheitsgründen entschuldigen lassen.
Dann bildeten sich lange Schlangen am reichhaltigen Buffet – wieder wie so oft vom Waldhotel Braun zubereitet – und es wurde mit gutem Appetit und Freude getafelt, denn es war ausgezeichnet. Immer wieder, auch während des Essens, unterhielt uns die Mainhattan Band mit alten wohlbekannten Oldies, stimmungsvoll, zur Freude aller.
Nach dem Essen gab es einen absoluten Höhepunkt des Abends. Zwei Solistinnen brachten einen Liedervortrag. Es waren zwei herrliche Stimmen, Raum füllend, jeden Einzelnen fesselnd und mit großer Professionalität vorgetragen. Ich muss sie namentlich nennen, denn sie haben es überreichlich verdient. Die eine war Manuela Seitz. Sie ist Mitglied des Bürgervereins und nur deshalb war es möglich, sie für diese phantastische Einlage zu gewinnen. Sie hatte ihre Partnerin Stefanie Wallura als ihre Ergänzung für unsere Feier gewinnen können.
Ein Bonbon als Zugabe war eine in Oberräder Mundart gehaltene Ballade über Oberrad, trefflich vorgetragen von unserer Oberräderin des Jahres, von Frau Christa Giar und geschrieben von unserem 1. Vorsitzenden Horst Nopens. Auch hierfür gab es gegeisterten Applaus, denn in der Ballade wurde die neuere Geschichte der Offenbacher Landstraße geschildert. Im anhängenden Text ist sie nachzulesen. Es ist auch die Geschichte des Günter Jung, unser Vorsitzender der zurückliegenden Jahre und seines treuen „Knappen“ Dieter Marschand, wie diese ihren Kampf mit dem Magistrat der Stadt Frankfurt geführt haben.
Natürlich, als letzter Höhepunkt im Programm erfolgte der Losverkauf und die Gewinnvergabe der Tombola. Blitzschnell waren die Lose verkauft, dann gab es erwartungsvolle Gesichter und mit launigen Worten - nicht zum ersten Mal - verkündete Andrea Dörnemann mit ihrer Partnerin Siegrid Jung, die Gewinner der vielen Hauptpreise. Der allererste der Hauptpreise war ein Besuch des Tigerpalast in Frankfurt für zwei Personen, mit zugehörigem Getränkegutschein.
Wie erzählt wurde, gab es kaum jemanden, der ohne einen Gewinn, am späten Abend den Heimweg antrat.
Ausnehmend gut hat es allen gefallen, denn lobende Äußerungen hörten wir nicht nur unmittelbar zum Schluss dieser Veranstaltung, sondern auch von verschiedenen Seiten in den folgenden Tagen.
Marlene Karrie
2. Vorsitzende
Laudatio: Ehrung der Oberräderin des Jahres
Es ist uns - dem Bürgerverein - eine lieb gewordene Tradition, seit mehr als zehn Jahren eine Oberräderin oder einen Oberräder des Jahres zu bestimmen.
Nun: …. der oder die zu Ehrende sollte sich seit Jahren um den Stadtteil Oberrads verdient gemacht haben.
Doch nicht nur diese nüchterne Feststellung war ausschlaggebend für unsere diesjährige Entscheidung, sondern dieses Mal kam noch die menschliche Variante bei der Entscheidungsfindung hinzu.
Nennen wir es Sympathiebonus? – Ich glaube, das ist dieses Mal das zulässige Attribut.
Die Oberräderin des Jahres ist nicht nur eine der verdienstvollen Bürgerinnen unseres Stadtteils, sondern sie ist obendrein eine liebenswerte Persönlichkeit.
Frau Christa Giar ist nicht nur von Geburt eine Oberräderin, sondern sie ist es mit jeder Faser ihres Herzens, sie ist es aus Passion, aus Leidenschaft……und
Frau Christ Giar ist unsere Oberräderin des Jahres 2010.
1942, am 13. August, hatte Christa Heim - so hieß sie damals noch - erstmalig die würzige Gärtnerluft Oberrads geschnuppert. Es war mitten im zweiten Weltkrieg.
Damals war allerdings die Oberräder Luft nicht nur von den wohltuenden Gerüchen der Kräuter, die auf den Feldern der ansässigen Gärtner wuchsen, angereichert, sondern mehr und mehr von den Brandgerüchen der Häuser die zu Schutt und Asche wurden. Eine Groteske des zweiten Weltkrieges: Oberrad, das Gärtnerdorf von Frankfurt, ohne kriegswichtige Industrie und auch etwas abseits von der dicht bebauten Innenstadt Frankfurts gelegen, wurde durch die bis zum Kriegsende währenden Bombenabwürfe mehr zerstört, als die meisten anderen Frankfurter Vororte.
In dieses zerstörerische Chaos des Krieges hinein wurde Christa Heim geboren. Zwei mal ist das Heim Christas Eltern während der Kriegsjahre zerstört worden. Gottlob blieben nur wenige Eindrücke in Christas Gedächtnis haften, denn zum Kriegsende war sie erst drei Jahre jung.
Es kehrte Normalität ein - allerdings war es eine karge Normalität - die sehr viele Jahre anhielt. Es waren Jahre der Entbehrungen und der Bescheidenheit. Diese Eindrücke waren prägend für Christas späteres Leben.
In der Gruneliusschule lernte Christa das ABC und damit umzugehen. Hinzu kam das Rechnen und alle sonstigen schulischen Eigenschaften, die erforderlich waren, um die Grundlage zu bilden, als erwachsener Mensch das spätere Leben zu meistern. Christa absolvierte Klasse für Klasse, um anschließend sogleich eine Lehre in einem Büro zu beginnen.
Um der heutigen Wortwahl zu entsprechen, muss man sagen: Frau Christa Heim erlernte den Beruf einer Bürokauffrau.
Bereits als kleines Kind besaß Christa ein liebenswertes Gemüt, das sie nie verloren hat und das in ihren jungen Jahren zur Folge hatte – neben ihrer Tüchtigkeit – alsbald auf dem Bürostuhl einer Chefsekretärin zu sitzen.
An dieser Stelle muss ich sagen, dass ein ganz bestimmtes Talent nicht nur prägend für Christas Entwicklung war, sondern - gleich einem Zwang - sie trieb, erfüllte, sie erfreute und sie bis zum heutigen Tag ihres Lebens erhalten geblieben ist.
Es war und ist der Gesang.
Ihr Talent, von den Eltern ererbt und über die Jahre gepflegt - einst mit jugendlicher Kraft - stellt sich heute als reifer Sopran dar, eingebettet im Chor als dominierendes Element.
Christa, ich muss nun Frau Giar sagen, fand im Gesang nicht nur ihre Erfüllung, sondern auch ihren Mann, den Vater ihrer Tochter.
Leider ist Frau Giar seit vielen Jahre Witwe. Die Trauer nach dem Tod ihres Mannes, durfte sie nicht beherrschen. Das Leben, ihre Tochter, die Umgebung ihrer Heimat, ihr geliebtes Oberrad und das Singen in Ihrem Chor riefen ihr das Ja zum Leben zu.
Es ist nie ein Vergessen, wenn man nach bitteren Schicksalsschlägen bejahend das umgebende Leben wahrnimmt und die Verpflichtung erkennt, die zu erfüllen auch wieder Freude im Herzen keimen lässt. Die Eigenschaft, das gesprochene Wort im Lied als Melodie wieder zu geben, formt den Menschen, die Persönlichkeit.
Frau Giar ist ein fröhlicher Mensch. Sie ist ein Mensch der die Nähe aller, die ihr lieb sind, sucht und durch ihre verbindende Art auch findet und behält. Das zuverlässige ihres Wesens schafft Vertrauen. Und die vitale, zupackende Art der Christa Giar, hat ohne ihr besonderes Zutun, sie zu leitenden Aufgaben geführt.
Vieles und Ehrenden ließe sich jetzt berichten. – Es wäre Abendfüllend.
Deshalb möchte ich nur wesentliche Punkte herauskehren:
1984 gehörte Frau Giar zu den Gründern des Singkreises Frohsinn. In diesem Oberräder Gesangverein war sie bis 1989 Schriftführerin und dann bis zum heutigen Tag die 1. Vorsitzende.
Die Vielzahl der Vereine in Oberrad brachte es mit sich, dass die Interessen der Vereine von einer zentralen Stelle wahrgenommen werden sollten.
In Jahr 1987 war die Gründung des Vereinsrings Oberrad. - Frau Christa Giar war Gründungsmitglied. Im Jahr darauf wurde sie Schriftführerin und 1. Vorsitzende. Später gab sie den Vorsitz ab, war jedoch weiterhin auf Vorstandsebene für den Vereinsring tätig. - Seit 2007 ist sie wieder die 1. Vorsitzende.
In der Erlösergemeinde der evangelischen Kirche war sie über sieben Jahre Kirchenvorsteherin.
25 lange Jahre – und mehr – war Frau Christa Giar ehrenamtlich auf Vereinsebenen tätig. Und die Tätigkeit bedeutete auch, dass oft genug persönliche Angelegenheiten zurück treten mussten. Engagierte Vereinstätigkeit ist immer mit Opfern verbunden. - Leider entstehen allzu oft Ärgernisse und zu selten wird das Wörtchen Danke gesagt.
Dessen ungeachtet hat Frau Christa Giar die ihr gebührende ehrende Anerkennung erfahren:
Der hessische Sängerbund hat ihr für 50 Jahre Sangestätigkeit die goldene Ehrennadel verliehen.
und
weiterhin hat Frau Christa Giar den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten.
Frau Christa Giar ist ein Teil Oberrads. Sie ist ein Teil des Getriebes, welches das Geschehen in Oberrad leitet und in Gang hält. – Sie ist ein wichtiger Teil dieses Getriebes.
Das sollen meine Schlussworte sein und als Anhang füge ich lediglich den Wunsch hinzu:
Liebe Frau Giar, bleiben Sie mit Ihrer Vitalität und Ihrem fröhlichen Gemüt uns noch viele Jahre erhalten. - Ihre Schaffenskraft, Ihr Interesse und Freude am Geschehen in unserem Stadtteil sind belebend und unbedingt erforderlich für Oberrad.
Horst Nopens
Bürgerverein Oberrad
1. Vorsitzender
Kurzportrait Oberräderin des Jahres 2010
Christa Giar, Großhandelskauffrau, die nicht nur von Geburt an Oberräderin ist, sondern mit jeder Faser ihres Herzens. Ihre große Leidenschaft war schon in jungen Jahren der Gesang und 1984 gehörte sie zu den Gründern des Singkreis Frohsinn Oberrad, als Schriftführerin, 1. Vorsitzenden bis 1989 und dann 1. Vorsitzende bis heute. 1987 war sie Mitbegründerin des Vereinsrings, der 24 Oberräder Vereine bündelt und im Stadtverband Frankfurter Vereinsringe vertreten ist. Seit vielen Jahren ist sie Vorsitzende des Vereinsrings Oberrad, nach einer Unterbrechung und dem plötzlichen Tod von Manfred Dehm hat sie das Amt 2007 wieder übernommen. In der evangelischen Erlösergemeinde war sie über sieben Jahre Kirchenvorsteherin. Frau Giar hat im Stadtteil viel bewegt und große Verdienste errungen.
Dankesrede von Christa Giar
Sehr geehrte Vorstände des
Bürgerverein Oberrad !
Sehr geehrte Anwesende !
Als mir mitgeteilt wurde, dass ich in diesem Jahr zu Oberräderin des Jahres ernannt werden soll, war ich sprachlos und das bin ich eigentlich selten.
Ich war und bin sehr bewegt über die mir angetragene große Ehre und bedanke mich bei allen Verantwortlichen ganz herzlich.
Nun bin ich nicht nur eine alte Oberräderin sondern auch noch die Oberräderin des Jahres 2010.
Oberrad ist mein „daheim“ meine Heimat. Und hierfür werde ich immer bereit sein etwas zu bewegen und zu tun.
Als Vorsitzende des Vereinsring Oberrad ist mir bekannt, dass es In der heutigen Zeit immer schwieriger wird einen Verein zu führen. Neue Verordnungen und Erhöhung der Ausgaben usw. usw. erschweren die Durchführung von Aktivitäten der Vereine.
Aber es ist auch ein beglückendes Erlebnis wenn man sieht, da sind ja Mitstreiter, die sich für unseren Stadtteil einsetzen. Und wenn dann eine Veranstaltung gut gelungen war, sind alle vorherigen Probleme vergessen.
Gerade der Bürgerverein der ja an der vordersten Front für unseren Stadtteil da ist, hat schon viel für unser Oberrad getan und auch hierfür meinen herzlichen Dank.
Ihre Christa Giar
Unser Oberrad
De Offenbacher Straß’ in Oberrad tut kaan entzücke,
nerjens wo kannste Grünes erblicke,
nur Autos parke uff de Gass,
des is net schee, des mecht kaa Spass! –
Des wusste aach die, die im Berjerverein sitze
un maante, nur so könne mer de Leut nütze
wenn mer uns um a paar Bäum bemühe,
die müsse nur grün sei’, die müsse net blühe.
Der Günter Jung, der Oberste von dene,
der ging in sich – un mechte sei’ Pläne:
Der Stadt muss man uff de Buckel steije
un dene unser Leid vergeije.
Günter tat es mit viel Geschick
un hatte Glick.
Die im Römer dun mit de Köpp nicke
un sache: Mer wern Euch schicke,
Kästcher aus Beton, e Dutzend oder mehr,
de sinn recht schwer,
de wird kaaner klaue
un se zu ’ner Hundehütt umbaue.
Die setze mer Euch uff de Gass, uff jed’ Seit
un damit komplett is Eure Freud,
pflanze mer Bäm die schee aussehe,
die müsst Ihr nur giesse, damit se net ei’gehe.
So is es aach geschehe.
Uff der Offenbacher konnt man se sehe.
Se wuchse zu der Sommerzeit,
kriehte im Frühling e grün’ Kleid
un wer’n widder nackisch wenn’s Jahr sich neicht
un der Herbst sei unfreundlich Gesicht uns seicht. –
So schien’s zu bleiwe for Ewigkeite
un alle folgende Jahreszeite.
De Offenbacher is net de Zeil,
deshalb hat es aach kaa Eil
so denke die im Römer, im hohen Rat,
was mache mer uns Sorje um Oberrad,
die solle was schaffe un net uffbegehrn,
die solle sich um Ihr’n Kräuter scherrn
un gucke das se gut wachse un gedeihe,
manierlich, un reichlich, Reihe für Reihe
un dass se die aach täglich gieße,
damit se schee in de Höhe sprieße.
Nur des is wichtig un des tut zähle
un wenn Ihr Euch bei der Ernt’ müsst quäle,
dann is des Euer Los seit viele Zeite
un des tut uns kaa Sorje bereite. –
So wird über Oberrad befunde:
De Grie Soß’ is in aller Munde,
die muss uff’n Tisch beizeite,
aus siebe Kräuter muss man se zubereite,
nach aale Rezepte, ohne Fissematente
un neumodisch Patente.
De Frankforter sin’ ganz druff versesse,
aach im Römer tut man se leidenschaftlich esse.
…un des Jahr 2010:
Ewe kann ich de Fortsetzung schreibe:
Mit de Bäum, des sollte net so bleibe.
Die war’n nur gedacht for a korze Zeit,
deshalb war der Günter Jung aach bereit,
se zu gieße un zu pflege,
nur wenn de Sonn’ scheint, net bei Rege. –
De Bäum sollte ganz verschwinde,
so dut de Stadt verkünde.
Für zwaa Jahr sollte se bleibe
un nur ebbes in de Höh’ treibe.
E’ provisorisch Bild sollt es bloß sein,
so sachte man es dem Bürjerverein. –
Aus zwaa sin füpnf Jahr worn
un Günter krieeht e heilig Zorn.
Er sechte zu dene von de Stadt:
Ich hab’ Euer Verspreche ebe satt,
Ihr halt’ kaa Wort – un des tut uns verdrieße
drum wern mer de Bäum net mehr gieße!
Die Herrn von de Stadt, die musste nu handeln
bevor de Bäum welke und de Gass verschandeln.
Un bevor se verdörrn von obbe bis unne,
dat man se fort – Nu sin se verschwunne
un aach de Kübel
de war’n von Übel. –
De Leut, die betrachte nun ihre Gass:
Des is net schee, des mecht kaa Spaß,
soll man sich ärjern oder sin mer froh?
De Offe’bacher is nackisch wie a Kinnerpopo.
Kaa Krümmerlcher Grün is zu erblicke,
nix tut des Aag entzücke,
Autos, aale un neue,
die parke un dun kaan erfreue. –
Mer tun de Welt net mehr verstehe
un frage: Wie soll des weiter gehe?
Einst sagten die, die im Römer debattier’n:
Wir wolle die Verärcherung net weiter schür’n
Ihr Leut in Oberrad, Ihr könnt uns traue,
wir wolle Eure Gass neu aufbaue,
mit Bäum mit Wurzele in de Erd’,
die könne dann unbeschwert
in ihr’m biologischen Lebe
in de Höh’ strebe. –
Des sin nur Sprüch, schee gedrechselt,
doch total mit de Realität verwechselt.
Es e Gebabbel, von deene im Parlament,
des man seit Jahr’n hört un kennt.
E’hr wird der Maa berguff fließe
bis mer wieder Bäum begieße
damit de Leut sich erfreun wer’n.
So stehts geschribbe in de Stern.
Wahr wird’s am Sanktnimmerleins Tag.
Des is die Tatsach’, ganz ohne Frag’!
Horst Nopens, Mai 2010
Abschied vom alten Oberräder Markt am Samstag, 25. September 2010 am Informationsstand des BVO mit Preisen wie vor 25 Jahren
Eine 25-jährige Tradition geht zu Ende, um einer neuen Zeit Platz zu machen. Seit 25 Jahren hatte der Bürgerverein Oberrad am Marktplatz, jeden letzten Samstagvormittag des Monats, einen Informationsstand unterhalten und natürlich die Bürger und seine Freunde nicht nur über den Bürgerverein, seine Aufgaben und Ziele informiert, sondern auch bewirtet. Natürlich hat der Bürgerverein es gerne gesehen, dass aus regelmäßigen Besuchern im Laufe der Jahre treue Stammgäste wurden. Man wusste in Oberrad wann und wo der Bürgerverein anzutreffen ist und wo man Neues über Oberrad am besten aus erster Quelle erfahren kann.
Die ersten Treffen dieser Art gab es nicht auf dem Buchrainplatz, denn der Marktplatz war als solcher noch nicht vorhanden. Insbesondere den intensiven Bemühen des Bürgervereins war es zu verdanken, dass es vor 15 Jahren erstmals ein bescheidenes Marktgeschehen auf dem Buchrainplatz gab. Im Laufe der Jahre gab es mehrere verschiedene Marktbetreiber auf dem Platz. Übrig geblieben sind der Bäcker Kling und der Metzger Geipel. Leider hatte Gärtnermeister Rainer Schecker seinen Stand aufgeben müssen. Der Grund waren personelle Probleme. Doch - so versichert er - will er, wenn der neue Markt auf dem Buchrainplatz seinen Betrieb wieder aufnehmen wird, diesen auch wieder mit einem Stand beschicken. Hoffentlich wird das der Fall sein, denn das ist der Wunsch vieler Oberräder. Der Gärtner Schecker wird vermisst, so hört man immer wieder sagen.
Im Oktober, so sieht es die Planung der Stadt vor, wird mit den Umbauarbeiten des Buchrainplatzes begonnen. Über 4 Millionen Euro wird die Neugestaltung kosten. Erhebliche Verschönerungen werden den Platz als Treffpunkt der Oberräder aufwerten. Durch die veränderte Verkehrsführung der Offenbacher Landstraße wird der Platz nicht nur größer sondern eine in sich geschlossene Anlage. Übrigens wird sich an der Linienführung der Straßenbahn nichts ändern. Aber die Haltestelle der Linien 15 und16 wird natürlich auch ein modernes „Outfit“ erhalten. Ebenso wird die Toilettenanlage erneuert.
Ein größerer und schönerer Platz wird dem Ortskern Oberrad neues Leben geben. Markttage und andere Veranstaltungen, z.B. der Weihnachtsmarkt, durchgeführt vom Vereinsring Oberrad, werden sich nicht mehr in dürftiger Enge darstellen, sondern es wird eine angenehme Großzügigkeit, eine neue Atmosphäre nicht nur die Bürger zum Verweilen und zum Einkauf an den Markttagen einladen, sondern viele Gäste werden sich einfinden. Das ist keine Annahme, sondern man weiß es, denn immer wieder hört man von außen die Fragen: „Wann wird endlich Euer Buchrainplatz mit den Marktständen fertig?“
In Zukunft wird der Buchrainplatz nicht mehr der Verkehrskreisel sein, für Eilige die Haltestelle der Tram und für Fußgänger die beschwerliche Querung des Platzes, sondern er wird eine kleine Oase zum Verweilen sein, wird sich anbieten zu einem Plausch mit dem etwas weiter entfernt wohnenden Nachbarn und für den „alten“ Oberräder wird er weiterhin der Dalles sein. Diese Bezeichnung hat er, der Platz, einst vor vielen, vielen Jahren erhalten und die Bedeutung dieses eigentümlichen und einmaligen Namens weiß heute keiner mehr zu deuten.
Eines aber ist gewiss: Am Samstag, den 25. September werden wir, der Bürgerverein Oberrad, mit unseren Bürgern und treuen Freunden, Abschied nehmen von dem Platz des Geschehens, der Enge und der Begegnung, werden feiern, zu Preisen wie vor 25 Jahren und werden auf den neuen Buchrainplatz mit einem zünftigen Schoppen anstoßen. Verzeihung: …auf den neuen alten Dalles!
Horst Nopens
Neuwahlen des Vorstands am Dienstag, den 09. März 2010
| 1. Vorsitzender: | Horst Nopens |
| stellv. Vorsitzende: | Marlene Karrie |
| Kassiererin: | Hannelore Metzner |
| Schriftführer: | Guido Heidenreich |
| Beisitzer | |
| für Kultur: | Lilo Mauer und Peter Jurasz |
| für Bebauung und Verkehr: | Helmut Tschampa |
Der Bürgerverein Oberrad trauert
Am 09.12.2009 verstarb der Oberräder des Jahres 2001, Friedrich Lauf, nach einem erfüllten Leben im Alter von 93 Jahren. Ganz besonders durch sein großartiges und herausragendes Werk: OBERRAD - Kleine Chronik eines Dorfes im Stadtbezirk, hat er für die Oberräder Bürger und ihre Nachkommen die Geschichte festgehalten. So bleibt er in steter Erinnerung.
Bericht von der Weihnachts- und Jahresabschlußfeier 2009
Die Weihnachts- und Jahresabschlussfeier wurde gekrönt durch die Ehrung des Oberräder des Jahres 2009 Herrn Forstamtsrat a. D. Maximilian Schusser, erster Frankfurter und Oberräder Förster nach 1945.

Wie der 2. Vorsitzende des BVO, Volker Hartmann in seiner Laudatio vorträgt, hat sich Max Schusser in vielfältiger Weise für den Stadtteil verdient gemacht.
Der 1921 in Marienbad Geborene absolvierte 1937/38 eine Forstlehre und war Eleve an der höheren Forstlehranstalt. Nach seiner Kriegsverwundung 1943 und der Vertreibung aus dem Egerland kam er am 07. November 1945 nach Frankfurt am Main. 1946 bezog er das alte Forsthaus in der Buchrainstraße in Oberrad, dann ab 1975 das neue an der Babenhäuser Landstraße bis zu seiner Pensionierung 1981. Im vergangenen Jahr feierte er mit seiner Frau Maria die Diamantene Hochzeit.
Genauso wie der Stadtteil Oberrad, so war auch der Stadtwald total zerbomt und zu zweidritteln zerstört. In diesem Chaos, so führt Herr Schusser aus, mußte er aufräumen und wieder aufforsten von der Försterei 1 - 4 von Oberrad bis Niederrad. Die Stadt benötigte dringend Feuerholz zum Heizen und um Stromgeneratoren anzutreiben. Es war nicht ungefährlich in den danieder liegenden Waldflächen um Granaten, Blindgänger, die entschärft werden mußten und um die Bombentrichter zu arbeiten. Personal fand er als Erstes bei einem Dutzend Oberräder Frauen und 30 aus Dietzenbach, die die einige Millionen Setzlinge für die Aufforstung von 500 Hektar Wald in die Erde brachten. Sie erhielten Arbeit und für ihren außerordentlichen Fleiß einen gerechten Lohn. Über sein Büro wurden auch Holzlese-Scheine für eine RMark für einen Handwagen voll Sammelholz ausgegeben, so gingen glücklicherweise tausende Mark ein. 1947 waren alle Flächen geräumt und der Boden aufgeforstet. Auch die Niederlage, wie eine große Maikäferinvasion, deren Lieblingsfraß die jungen Triebe waren, musste hingenommen und die geschädigten Flächen neu bepflanzt werden.
Heute beschäftigt sich Herr Schusser immer noch mit der Natur und seinen Lieblingsbäumen dem Gingko und dem Mammutbaum in seinem Hausgarten in der Georg Treser Straße in Oberrad und auch mit seinem Garten in der Nähe des alten Forthauses und seiner Sammlung exotischer Gehölze. Auch ist er weiterhin aktiv und begleitet botanische Führungen kostenlos. "Unser Wald kann sich sehen lassen" sagt er und verweist auf auf den Wirtschafts- und Erholungswert wie den Ausbau des Monte Scherbelino, das Stadtwaldhaus und die Waldspielparks. Sein Wunsch wäre, wenn der Mammutbaum vor der katholischen Herz-Jesu Kirche, den er vor 20 Jahren selbst gepflanzt hat, zu einem Dauer-Christbaum jedes Jahr mit Lichtern geschmückt würde. Vom Biertrinker aus dem Egerland ist er zum Apfelweintrinker geworden und begeistert von der Frankfurter Grünen Soße. Die Pflege seiner schwerkranken Frau nimmt ihn zur Zeit sehr in Anspruch.
Mit 250 € aus dem Erlös der Tombola ist die Auszeichnung zum Oberräder des Jahres dotiert, die Herr Schusser der Freiwilligen Feuerwehr spenden will..
Der Vorsitzende des Bürgervereins, Günter Jung findet, Max Schusser sei ein verdienter Oberräder des Jahres 2009. Er habe den Stadtteil und die Umgebung liebenswerter gemacht. Ohne ihn würde es den Stadtwald zwischen Oberrad und Niederrad in der heutigen Form nicht geben. Er sei ein besonderes Vorbild für die Jugend.
Marlene Karrie
Der Bürgerverein Oberrad trauert
Das Gründungsmitglied Theda Luise Tschampa-van Scharrel verstarb nach schwerer Krankheit am 09.08.2009. Der BVO wird ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.
Tod von Pater Prof. Dr. Rainer Koltermann
Die Nachricht vom Tode des Oberräder des Jahres 2008 Pater Prof.. Dr. Rainer Koltermann SJ, am 12.07.2009, hat uns sehr betroffen gemacht.
Für seine großen Verdienste, die besondere Beziehung zu unserem Stadtteil und die allumfassende Arbeit als Gemeindepfarrer in Herz Jesu sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet.
Der Vorstand und die Mitglieder des Bürgervereins Oberrad fühlen sich mit allen, die um ihn trauern, sehr verbunden. Wir behalten Pater Koltermann in ehrender und dankbarer Erinnerung.
Bilder von der Oberräder Kerb 2009
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(Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken)
Der Bürgerverein Oberrad auf dem Oberräder Weihnachtsmarkt 2008

Der BVO beteiligte sich auch am Sonntag, dem 21.12.2008 zwischen 14.00 und 20.00 Uhr am Weihnachtsmarkt des Vereinsringsrings Oberrad.
Ausgeschenkt wurde Glühwein und zur Stärkung wurde Schmalzbrot gereicht von den Mitgliedern des BVO Sigrid Jung, Marlene Karrie und Rudi Adler.
| Aktuelle
Anzahl der Mitglieder im BVO (Stand März 2010): 168 |
| Gegenwärtig
beträgt der Mindest-Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft im Oberräder Bürgerverein 15,- €. |
| Schoppedeckel, einmalige Prägung Postkarte "Markt", Sonderdruck, Aufkleber ‚Mitdenken - Mitlenken - Mitglied sein' |
7,- € 1,- € (2 Stück); 2,- € (5 Stück) 1,- € (Stück) |
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| Bestellungen
können Sie über die "Kontaktseite"
aufgeben. |
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| Hier finden Sie weitere Informationen zu unserem Stadtteil ... |