| EHRUNG DER OBERRÄDER DES JAHRES |
Viel Lob erhielt der Bürgerverein für die Idee des neuen Vorstands im Jahre 2000 die von der 1. Vorsitzenden, Andrea Dörnemann und dem 2. Vorsitzenden, Dr. Manfred Kappes, in die Tat umgesetzt wurde. Fast 20 Jahre nach der Gründung des Bürgervereins Oberrad wurden erstmals am 09. Dezember 2000 zwei herausragende Oberräder Persönlichkeiten von ihnen ausgezeichnet.
Für Rolf Müller als Kulturbeirat, war es eine besondere Ehre, die Laudatio zu halten. Dies hat er, wie auch in den nachfolgenden Jahren, sehr gerne übernommen. In seiner Ansprache im Jahre 2004 machte er wieder deutlich, worauf es ankommt. Schließlich werde nicht jeder Oberräder des Jahres, auch nicht, wenn er 50 Jahre im Stadtteil wohne. Es bedürfe besonderer Leistungen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich.
Die Oberräder des Jahres in der Übersicht:
| 2000 | die Ärztin Dr. med. Helene Babski, für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Lazarus Wohnsitzlosen- Hilfe und Kurt Bambach, Oberräder Heimatdichter, der Mut macht trotz schwerer Krankheit mit seinen Büchern und Versen aus den täglichen Leben, die auch im Rundfunk und am Literaturtelefon zu hören sind. |
| 2001 | die Malerin Philippine Schulz für ihre 292 Bilder vorwiegend aus Oberrad (+ 2002) und Friedrich Lauf, der die ausführliche Chronik über Oberrad verfasste. |
| 2002 | Anni Gerlach, 79 Jahre bei der TSG Oberrad, dazu im Institut für Sozialarbeit tätig und Robert Volk seit 65 Jahren Feuerwehrmann, Mitbegründer der Jugendfeuerwehr |
| 2003 | Erich Schlauch, Sozialarbeiter, war Entwicklungshelfer, Leiter des Reha-Zentrums, ist Vorsitzender der AWO, war Stadtbezirksvorsteher in Oberrad, heute Stellvertreter und die Jugendfeuerwehr Oberrad aus 8 Mädchen und 8 Jungen, die im Frühjahr 2003 Tag und Nacht im Einsatz war und das Oberräder Ruderdorf vor der völligen Überflutung gerettet hat. |
| 2004 | Marlies Rosenfelder, hat vor 30 Jahren die Laienspielgruppe Oberrad gegründet, in dieser Zeit als Vorsitzende über 250 Kinder für Spiel, Gesang und Theater begeistert und Franz Hühner, der 70 Jahre Oberräder Vereinsleben vorweisen kann, 63 Jahre bei der Rudergesellschaft, 48 Jahre bei der Karnevalsgesellschaft Wespen als Protokoller und Büttenredner immer nach dem Motto: Tu allen wohl und niemand weh“ |
| 2005 | Wilhelmine Bigall, genannt Minni, in der Kleinen Speckgasse in Oberrad geboren, für ihre Arbeit in der Altenpflege, als ehrenamtliche Sozialpflegerin, Seniorenbeauftragte in Oberrad, 15 Jahre Zweite Vorsitzende der AWO und Leiterin der AWO-Gymnastikgruppe Oberrad. Rolf Müller, als Laudator bekannt für alle oben genannten Oberräderinnen und Oberräder des Jahres, wurde vom 1. Vorsitzenden des BVO, Günter Jung, geehrt. Neben seinem Engagement in 7 Oberräder Vereinen, als Urheber des Stadtteilkalenders "Oberrad Gestern", der vom Bürgerverein herausgegeben wird, für die umfangreichen Sammlungen aus Oberrad seit der Gründerzeit und für die Gründung des neuen Oberräder Heimat- und Geschichtsvereins, dessen Vorsitzender er ist. |
| 2007 | Nach der großen Feier zum 25jährigen Jubiläum im November 2006 wurde erst im Jahre 2007 mit Ute Widdra wieder eine Oberräderin des Jahres gewählt. Das ehrenamtliches Engagement der 71jährigen umfasst in 25 Jahren neben Sozialpflegerin und Sozialbezirksvorsteherin auch die Jahre als Schöffin am Landgericht, Schöffin am Verwaltungsgericht Frankfurt und ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgerichtshof Kassel. |
| 2008 | Professor Pater Dr. Rainer Koltermann S. J. von der Theologischen Hochschule St. Georgen, studierte Philosophie, Theologie, Naturwissenschaften, Biologie und schrieb seine Doktorarbeit über das Duftgeheimnis der Honigbienen. Er lehrte als Professor für Naturphilosophie in St. Georgen und Zoologie an der Universität in Mainz. Er war ein Lehrer aus Leidenschaft, hielt Vorträge in London, Krakau, Barcelona, Canberra Australien. Er hat für seinen geliebten Park in St. Georgen eine einzigartige Gehölzliste von ehemals 300 Sträuchern und Bäumen durch sein Engagement und die vielen Neuanpflanzungen auf 1 200 erstellt. Im Jahr 2000 übernahm er die kath. Herz-Jesu Gemeinde als Pfarrer. Die Arbeit mit Jugendlichen , die Gesprächskreise, die Alten-, Kranken- und Behindertenarbeit, aber auch die Verständigung zwischen den Konfessionen, lagen ihm am Herzen. Der aus Hinterpommern, heute Polen stammende 77 Jährige, der seit 50 Jahren hier lebt, hat sich in vielfältiger Weise für den Stadtteil Oberrad verdient gemacht und die Theologische Hochschule St. Georgen, die zwar in Sachsenhausen steht, ist durch die Balduinstraße mit Oberrad fest verbunden. |
| 2009 | Herr Forstamtsrat a. D. Maximillian Schusser. Geboren 1921 im Egerland kam er nach seiner Vertreibung 1945 nach Frankfurt am Main und erhielt eine Anstellung als Revierförster/Oberförster. Von 1946 bis 1975 wohnte er im alten Forsthaus Oberrad in der Buchrainstraße. Der Stadtwald war zu 2/3 zerstört. In dem Chaos der daniederliegenden Waldflächen, um Bomdentrichter, Granaten und Blindgänger, mußte er aufräumen und eine große Aufbauleistung mit der Wiederaufforstung des Stadtwaldes erbringen.Personal fand er in einer Anzahl Frauen, die bei ihm in der kargen Zeit einen gerechten Lohn erhielten. Für sein schon damals gezeigtes großes soziales Engagement war er sehr beliebt. Ohne Max Schusser würde es den Stadtwald zwischen Oberrad und Niederrad in seiner heutigen Form nicht geben. In einem Artikel der "Senkenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Natur und Museum" schrieb er eine wissenschaftliche Abhandlung über den Ginkobaum. In seinem Garten findet man nicht nur den Ginko - direkt daneben steht der exotische, gigante Mammutbaum. Max Schusser hat Großes für den Stadtteil geleistet. |
| 2010 | Christa Giar, Großhandelskauffrau, die nicht nur von Geburt an Oberräderin ist, sondern mit jeder Faser ihres Herzens. Ihre große Leidenschaft war schon in jungen Jahren der Gesang und 1984 gehörte sie zu den Gründern des Singkreis Frohsinn Oberrad, als Schriftführerin, 1. Vorsitzenden bis 1989 und dann 1. Vorsitzende bis heute. 1987 war sie Mitbegründerin des Vereinsrings, der 24 Oberräder Vereine bündelt und im Stadtverband Frankfurter Vereinsringe vertreten ist. Seit vielen Jahren ist sie Vorsitzende des Vereinsrings Oberrad, nach einer Unterbrechung und dem plötzlichen Tod von Manfred Dehm hat sie das Amt 2007 wieder übernommen. In der evangelischen Erlösergemeinde war sie über sieben Jahre Kirchenvorsteherin. Frau Giar hat im Stadtteil viel bewegt und große Verdienste errungen. |
| 2011 | Dieter Baier, Magistratsrat im Frankfurter Römer, wurde 1984 als 27-Jähriger jüngster Vorsitzender der Frankfurter Rudergesellschaft Oberrad und damit jüngster Vorsitzender eines Rudervereins in ganz Deutschland. Nach dem Tode von Konrad Weiss, der 49 Jahre lang erster Vorsitzender der FRGO von 1879 war, wurde Dieter Baier vom Trainer zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit 11 Jahren kam er zum Rudersport. Es begann eine Ära, die prägend für sein späteres Leben wurde. Die sportlichen Erfolge als Aktiver sind bedeutend: 205 Siege bei Regatten, 4 deutsche Meisterschaften in der U 23 Altersklasse, 2 Teilnahmen an WM`s in der U 23 Altersklasse, 2 Teilnahmen an WM`s in der Seniorenklasse. Er war Mitglied des Olympiakaders für die olympischen Spiele 1980 in Moskau. Doch es kam das Aus, weil die westlichen Staaten - auch die Bundesrepublik Deutschland - gegen das politische System der damaligen Sowjet Republik protestierten. Dieses Erlebnis war schlimm und einprägsam für den Sportler Dieter Baier. Die FRGO ist unter seiner Führung Heimat für die ganz Jungen und die Ältergewordenen Ruderer geworden. Die ganze Familie ist eingespannt. Das Clubhaus der FRGO wurde Jahre durch freiwillige Hilfe vieler Clubmitglieder realisiert. Als Oberräder hat Dieter Baier viele Ehrungen erhalten. Er hat sich für den Stadtteil verdient gemacht. |